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Stark unter Druck

Belastungen in den Redaktionen nehmen zu, gleichzeitig wächst der Druck von außen – bis hin zu gezielten analogen wie digitalen Angriffen auf Medienschaffende. Berichterstattung, journalistische Qualität und Arbeitsbedingungen werden beeinträchtigt, Meinungen und Menschen marginalisiert – das gefährdet die Pressefreiheit und letztlich die Demokratie.

Genau hier setzt das Mindful Media Lab an: Wir bauen eine Netzwerkstruktur auf, die Wissenschaft, Praxis, Ausbildung, Verbände und Expert:innen zusammenbringt, um den Journalismus zu stärken. Denn der wird mehr gebraucht denn je.

Unser Ziel ist es, Belastungen und ihre Folgen zu untersuchen, konkrete Unterstützungsangebote zu entwickeln und so die demokratische Resilienz zu stärken. Denn die Frage, wie gut Journalismus arbeiten kann, ist eng mit der Frage verbunden, wie stabil demokratische Öffentlichkeiten sind. Journalistische Resilienz ist die Voraussetzung demokratischer Resilienz. Die Stärkung des Journalismus verstehen wir als gesellschaftliche Aufgabe: Der Umgang mit Anfeindungen im öffentlichen Raum ist keine individuelle Herausforderung, sondern eine strukturelle.

Warum ist das eigentlich wichtig? Gesellschaftliche Relevanz

Belastungen im Journalismus entstehen an der Schnittstelle von Organisation und Öffentlichkeit. Sie wirken auf einzelne Medienschaffende, auf Redaktionen und auf die Gesellschaft zurück. Wer mit Hass, Hetze und gezielter Abwertung konfrontiert ist, arbeitet unter erschwerten Bedingungen. Das hat Folgen für Sichtbarkeit, Themenwahl und Teilhabe: Stimmen verstummen, Perspektiven gehen verloren, gesellschaftliche Vielfalt wird geschwächt. Zugleich prägen auch Spardruck und permanente Transformation die Arbeitsbedingungen vieler Medien. Beides beeinflusst, wie Berichterstattung entsteht. Ein starker Journalismus ist deshalb eine Aufgabe der demokratischen Gesellschaft.

Warum ist das eigentlich wichtig? Wirtschaftliche Relevanz

Wozu braucht es noch Journalismus, wenn digitale Plattformen öffentliche Kommunikation vermitteln und Künstliche Intelligenz scheinbar Antworten, Einordnung und Orientierung liefert? Die wirtschaftliche Lage vieler Medienhäuser ist angespannt. Zusätzliche Belastungen von außen und innen verschärfen die Situation: journalistische Arbeit wird unattraktiver, Menschen verlassen den Beruf, Volontariate sind schwerer zu besetzen, die Krankentage nehmen zu. Zugleich steigen die Kosten, während Bindung, Reichweite und Relevanz unter Druck geraten. Nur ein finanziell tragfähiger und personell stabiler Journalismus ist unabhängig und kann seine gesellschaftlichen Aufgaben erfüllen.

Verankerung

Das Mindful Media Lab ist am Institut für Kultur- und Medienmanagement der Hochschule für Musik und Theater Hamburg angesiedelt. Es wird seit 2026 aufgebaut und ist langfristig angelegt.

Zum Institut für Kultur- und Medienmanagement

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